Zahncheck


Wir sagen - ohne Zähne geht gar nichts!

Denken Sie kurz über diese Aussage nach und geben Sie uns Recht!

  • > Hunde und Katzen
    • >> Die Fakten
      • Parodontale Erkrankungen treten sehr häufig schon ab einem Alter von 2 - 3 Jahren auf.
      • Bei Hunden weisen im Alter von 6 Jahren 4 von 5 bereits eine hochgradige Parodontitis auf. Diese beginnt mit der Bildung von Zahnstein, wo sich Bakterien ansiedeln, was schließlich zu Zahnfleischentzündungen und Lockerungen des Zahnhalteapparates führt. Zahnschmerzen, die sich Hunde übrigens meist nicht anmerken lassen, Karies, Zahnverlust oder Zahnfisteln sind die Folge.
        Hierbei ist zusätzlich zu beachten: Die Bakterien verteilen sich von der Mundhöhle aus im Organismus und affektieren innere Organe wie Leber, Nieren und Herz, wo sie Entzündungen und Gewebeschäden hervorrufen.
    • >> Die Prophylaxe
      • Bei Welpen und Jungtieren soll der erste Zahn-Check-up auf Zahn- und Kieferfehlstellungen, fehlende Zähne oder persistierende (nicht rechtzeitig ausfallende) Milchzähne so früh wie möglich erfolgen.
      • Rechtzeitig muss auf Schäden an Zähnen, zum Beispiel durch Beißereien oder Stürze oder das Spielen mit Steinen oder Tennisbällen (bei Hunden bitte unbedingt vermeiden!), untersucht werden.
      • Bei Katzen sollte die extrem schmerzhafte und sehr häufig auftretende Erkrankung FORL = Feline Odontoklastische, ausgeschlossen werden.
        • >>> Exkurs FORL
          • Zunächst wird die Zahnhartsubstanz im Bereich der Zahnhälse und/oder der Zahnwurzeln angegriffen und zersetzt. Dies ist meist nur durch Dentalröntgen erkennbar. Im Spätstadium entstehen sichtbare Defekte an den Zahnkronen, die dann oftmals von einer Zahnfleischentzündung begleitet werden. Und nicht nur das: häufig sind die Läsionen so von Zahnstein überlagert, dass sie erst nach dessen Entfernung sichtbar werden. Hierbei ist wichtig zu wissen: Schlechte Futteraufnahme, aggressives oder zurückgezogenes Verhalten, sowie weitere stressassoziierte Erkrankungen bei Katzen sind oft die Folge des durch die FORL hervorgerufenen Dauerschmerzes. Abhilfe schafft nur das vollständige Entfernen der an FORL erkrankten Zähne.
      • Tägliches Zähneputzen mit einer speziellen Zahnpasta, zudem mit Hühnchengeschmack, mit einer Stiel- oder Fingerzahnbürste, die Verabreichung von Mundspüllösungen, Zahnpflegegels, zahnreinigenden Kaustreifen, -sticks oder Futter hilft definitiv!
        Wichtig hierbei ist: Gewöhnen Sie Ihr Tier rechtzeitig an die Anwendung solcher Produkte und geben Sie bei Katzen nicht frühzeitig auf!
    • >> Die Therapie
      • Handelt es sich nur um Zahnstein, so kann bei entsprechender Kooperation des Tieres, dieser ohne Narkose, sprich manuell, fachgerecht in der Klinik entfernt werden.
      • Eine Zahnsanierung in Narkose ist oft sinnvoll, um die Lebensqualität Ihres Haustieres zu verbessern und dafür zu sorgen, dass es wieder „kraftvoll“ und schmerzfrei zubeißen kann.

  • > Frettchen
    • >> Die Fakten
      • Hier gilt, was den Zahnstein und die Prophylaxe anbetrifft gleiches, wie bei Hund und Katze.

  • > Nagern
    • >> Die Fakten
      • Zahnerkrankungen sind die am häufigsten diagnostizierte Ursache für ein gestörtes Allgemeinbefinden und eine Vielzahl weiterer Beschwerden.
      • Die ständig nachwachsenden Zähne und deren gleichzeitig mangelnder Abrieb können zu Erkrankungen führen:
        • spitze und scharfkantige Zahnhaken,
        • Zahn- und/oder Kieferfehlstellungen,
        • Zahnfleisch- und Zungenverletzungen,
        • weitreichende, eitrige Entzündungen in der Maulhöhle,
        • Kieferabszesse.
      • Für Sie wichtig zu wissen: Wenn unsere Kleinsäuger Schmerzen haben oder schlichtweg nicht fressen können, kommt es schnell zu einer Störung im Bereich des Magen-/Darmtraktes. Das Kardinalsymptom bei einem „zahnkranken“ Heimtier sind vermeintliche Anzeichen einer Augenentzündung.
    • >> Die Prophylaxe – Die Therapie
      • Routinekontrollen und das geringgradig notwendige Korrigieren der Zähne können in aller Regel ohne Narkose, am wachen, fachgerecht fixierten Tier schmerzlos erfolgen.
      • Im Entzündungs-/Abszessfall und bei bekannt chronisch zahnkranken Patienten ist eine Narkose, meist eine Inhalationsnarkose, für die umfangreichere Behandlung notwendig. Ein Dentalröntgen ist häufig die diagnostische Grundlage hierfür und erfolgt unter der gleichen Betäubung.
      • Eine artgerechte Ernährung und das Anbieten von zum Beispiel ungespritzten Zweigen von Ostbäumen zum Benagen ist die beste Vorbeugung.
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Für Sie in der KleintierKlinik Hannover:

  • Auf Zahnheilkunde spezialisierte Tierärzte/innen, die Ihr Haustier diagnostizieren und therapieren.
  • Ein Zahncheck, bei dem gecheckt wird, ob etwas und wenn ja, was zu tun ist.
  • Gerne können Sie einen gesonderten Termin vereinbaren oder sich im Rahmen von Vorsorgemaßnahmen, zum Beispiel einer Impfung Ihres Tieres, beraten lassen.
  • Für die Diagnostik steht alles vor Ort zur Verfügung: z.B. Plaquediagnostik, die mittels „Blaulicht“ bei Hund und Katze erfolgt, videoendoskopische Untersuchung der Maulhöhle bei Nagern und auch digitales Zahnröntgen für alle Haustiere.
  • Falls notwendig erfolgt die Therapie in einem separater Zahn-OP. Ausgerüstet mit allem, was gebraucht wird: vom standardmäßigen Ultraschallzahnsteinentfernungsgerät bis hin zum Elevator für Kaninchenzähne (zum Entfernen selbiger).

 

 

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