Röntgen - Was ist das?


Der Begriff Röntgen leitet sich vom Nachnamen des Physikers
Wilhelm Conrad Röntgen, 1845-1923 ab.

Während seiner Professur an der Universität Würzburg entdeckte er am 8. November 1895 die von ihm so benannten „X-Strahlen“ (Dieser Ausdruck wird heute noch für die Röntgenstrahlen im englischsprachigen Raum als „x-ray“ benutzt.). Wilhelm Conrad Röntgen wurde für seine Entdeckung 1901 der erste Nobelpreis für Physik verliehen.

Röntgen steht für den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit Strahlen (Röntgenstrahlen) unter Verwendung einer Strahlenquelle (Röntgenröhre) sowie die Darstellung der Durchdringung des Körpers. Die entstehenden Bilder werden entweder auf geeignetem Filmmaterial (Radiografie), Phosphorplatten oder mittels elektronischer Sensoren sichtbar. Röntgen ist ein weit verbreitetes wenig invasives bildgebendes Verfahren.

Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen mit einem Spektrum zwischen dem ultravioletten Licht und der Gammastrahlung.

In der Medizin dient das Röntgen zur Feststellung von Anomalien im Körper, die im Zusammenhang mit klinischen Symptomen und eventuell anderen Untersuchungen eine Diagnose ermöglichen (Röntgendiagnostik).

Wie entsteht ein Röntgenbild?

Die unterschiedlich dichten Gewebe des Körpers absorbieren die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark, so dass man eine Abbildung des Körperinneren erhält. Dichte Materialien wie Knochen verhindern das Durchdringen von Röntgenstrahlen und bleiben in der Röntgenaufnahme weiß. Weniger dichte Strukturen wie Gase dahingegen lassen die Röntgenstrahlung nahezu ungeschwächt passagieren und schwärzen den Film. Dazwischen gibt es Stoffe, die mehr Strahlung zum Film gelangen lassen als Knochen, aber weniger als Gase. Man kann grundsätzlich 5 Dichten auf Röntgenbildern unterscheiden:

  1. Mineralien
  2. Knochen
  3. Flüssigkeit (Weichgewebe)
  4. Fett
  5. Gas (Luft)

Diese unterschiedliche Absorption ermöglicht es, auf der Röntgenaufnahme einzelne Organe anhand des Kontrastunterschieds zu differenzieren. Strukturen, die aneinander liegen, können nicht als einzelne Objekte erkannt werden, wenn sie die gleiche Dichte haben. Ebenso wie die unterschiedlichen Dichten eines untersuchten Objektes dargestellt werden können, sind auch die Außenkonturen auf dem Röntgenbild zu erkennen. Über Konturveränderungen der Organe lassen sich Verformungen und Lageanomalien feststellen. Da das Röntgenbild aber nur eine Art Schattenbild ist und Objekte nur zweidimensional wiedergibt, muss man mindestens zwei Aufnahmen in verschiedenen Ebenen anfertigen, um eine dreidimensionale Vorstellung des Objektes zu erhalten.

 

 

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