Impfen schützt!


Impfungen sind ein hervorragender, unverzichtbarer Schutz vor bestimmten Infektionskrankheiten, die mit einer hohen Sterblichkeit einhergehen, schwer therapierbar, nicht heilbar oder tödlich sind. Impfungen spielen eine große Rolle bei der epidemiologischen Bekämpfung von Erkrankungen. Beispiel hierfür ist die für Mensch und Tier lebensgefährliche Tollwut, für die einige Länder, wie z.B. Deutschland dank der Haustier- und Fuchsimpfungen seit vielen Jahren den Status „tollwutfrei“ erlangt haben.

Unterschieden wird zwischen aktiven und passiven Impfungen. Nur bei der aktiven Impfung wird ein längerfristiger Impfschutz aufgebaut, indem unschädlich gemachte Viren oder Bakterien injiziert werden, auf die das Immunsystem dann mit der Bildung von Antikörpern und spezifischen Abwehrzellen (Lymphozyten) reagiert. Diese Impfungen senken die Erkrankungswahrscheinlichkeit für eine gewisse Zeit, bis zu drei Jahren.

Danach ist eine Wiederholungsimpfung notwendig, um das Immunsystem des Tieres erneut zur Bildung von Abwehrstoffen anzuregen und so den Impfschutz aufrechterhalten zu können. Eine passive Impfung ist keine prophylaktische Maßnahme, sondern eine therapeutische: im Krankheitsfall wird ein Serum mit Antikörpern gegen den Erreger injiziert, die diesen abwehren sollen, ohne auf das Immunsystem des Körpers angewiesen zu sein. Die Wirkung hält nur für wenige Tage.

Um einen guten Impfschutz aufbauen zu können, sollte das Tier zum Zeitpunkt der Impfung frei von Parasiten sein, was am sichersten durch eine regelmäßige Entwurmung erreicht wird. Durch eine klinische Allgemeinuntersuchung vor jeder Impfung stellt der Tierarzt fest, ob das Tier gesund und damit impffähig ist. Das Tier sollte zum Zeitpunkt der Impfung keine Antibiotika und keine das Immunsystem schwächende Medikamente bekommen. Obwohl Impfungen heutzutage sehr gut verträglich sind, sollte nach der Impfung dem Tier ein bis zwei Tage Ruhe gegönnt werden. Trotz optimaler Umstände gibt es keinen hundertprozentigen Impfschutz. In sehr seltenen Fällen kommt es zum Impfversagen und das Tier erkrankt. Die Erkrankung verläuft aber in jedem Fall weniger dramatisch als bei einem ungeimpften Tier.

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Für Sie in der KleintierKlinik Hannover:

Für die Impfungen bei Kleintieren gibt die „Ständige Impfkommission Vet. (StIKo Vet.) Impfempfehlungen, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fachgebiete Immunologie, Virologie und Epidemiologie, heraus.

Seit August 2009 gilt die „Leitlinie zur Impfung von Kleintieren“, nach der auch die KleintierKlinik Hannover ihre Impfprotokolle durchführt.


 

 

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