Atemwege


Nasenhöhlenspiegelung (Rhinoskopie)

Nasenausfluss, nasale Atemgeräusche, Nasenbluten, Niesreiz, Reiben an der Nase und Zubildungen im Bereich der Nase sind Anlass für eine Rhinoskopie.

Fremdkörper in der Nase, wie z.B. Grashalme oder Getreideähren können unter endoskopischer Sicht aus der Nase herausgezogen werden. Bei chronischen Entzündungen in den Nasenhöhlen, Pilzinfektionen der Nase und Tumoren besteht der große Vorteil der Rhinoskopie darin, nach optischer Lokalisierung der Veränderungen, gezielt Probenmaterial (Sekret oder Zellmaterial), was sodann mikrobiologisch und zytologisch untersucht werden kann, zu entnehmen. Wichtig zu wissen ist, dass die Rhinoskopie häufig in gleicher Narkose zusammen mit einer CT- oder MRT-Untersuchung der Nasenhöhlen, -nebenhöhlen, des Kopfes und gegebenenfalls der Lunge durchgeführt wird. Als alleinige Untersuchung ist die Rhinoskopie in vielen Fällen nicht ausreichend, da aufgrund der Kleinheit der Nasengänge die Nasenhöhlen und -nebenhöhlen mit den Endoskopen nicht in Gänze untersucht werden können. Überdies ist das Endoskop nur zur Beurteilung der Schleimhautoberfläche der Nasenhöhle einsetzbar. Veränderungen an darunterliegenden Geweben und Knochen können dadurch unentdeckt bleiben.

Kehlkopf-, Luftröhren- und Bronchienspiegelung (Tracheobronchoskopie)

Diese wird bei Tieren durchgeführt, die hartnäckigen Husten haben, atypische Atemgeräusche zeigen, unter Luftnot leiden oder zu vermuten ist, dass ein Fremdkörper in ihren Atemwegen feststeckt.

Letzteres können inhalierte Grannen oder andere Pflanzenteile, Holzstückchen oder auch größere Futterbestandteile, Leckerlies oder Kauknochen sein, die „fehlgeschluckt“ wurden. Mit Hilfe des Endoskops und entsprechender Fremdkörperfasszangen, die mit dem Endoskop zusammen in die Luftwege eingeführt werden, können die Fremdkörper unter endoskopischer Sichtkontrolle herausgezogen werden. Mögliche Erkrankungen, bei denen die Tracheobronchoskopie diagnostisch weiterhilft sind: chronische Atemwegsentzündungen und anatomisch-funktionelle Fehlbildungen, wie der Luftröhrenkollaps (Trachealkollaps) oder die Larynxparalyse (Kehlkopflähmung). Bei chronischen Atemwegsinfekten können Schleimhaut- und Sekretproben unter endoskopischer Sicht gewonnen werden, um die Ursache der Erkrankung mittels zytologischer/mikrobiologischer Untersuchung zu ermitteln.

 

 

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